In Orsières leben
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Ein wenig Geschichte

Auch wenn in unserer Ökonomie die Wälder heute kein wichtiges Element mehr darstellen, bildeten sie für die Einwohner unserer Region über lange Zeit eine lebenswichtige Einnahmequelle. Die Gemeinde Orsières besitzt eine lange Forsttradition und angesichts der Wichtigkeit welche die Holznutzung im täglichen Leben hatte, erhielten unsere Vorfahren von ihren Nachbarn den Übernamen "boutsedon" ("buchille" franz., Holzspan).

Einige Zahlen
Gemeindewald 3261 ha
Privatwald 423 ha
Gesammte Waldfläche 3684 ha
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Bewirtschaftete Waldfläche 2799 ha
Extensiv bewirtschaftete Fläche 885 ha
Mögliche Holzfällmenge pro Jahr 7500 m3
Jährlicher Zuwachs 4.5 m3/ha
Stehendes Holz 382 m3/ha

Seit der ersten Forstplanung 1883, in der man eine sehr konservative Bewirtschaftung des Waldes befolgte, wo sich das Fällen auf kranke und alte Bäume konzentrierte, bemerkte man einen starken Zuwachs des Baumbestandes und somit der Fällmöglichkeit.

Entwicklung der Holzproduktion nach verschiedenen Nutzungsplänen
1. Nutzungsplan : 1883 Jahreskapazität : 998 m3
2. Nutzungsplan : 1939 Jahreskapazität : 2965 m3
3. Nutzungsplan : 1958 Jahreskapazität : 4500 m3
4. Nutzungsplan : 1983 Jahreskapazität : 7500 m3
5. Nutzungsplan : 2004 Jahreskapazität : 9000 m3

Diese Entwicklung der Nutzungsmöglichkeit zeigt eine immer grössere beralterung unserer Wälder und eine zu grosse Proportion an altem Holz.

Im brigen hat sich das Problem für unsere Region total geändert. Die früheren Generationen waren darum besorgt unbedachtes Fällen zu bremsen, damit der Wald weiterhin seine Schutzfunktion erfüllen konnte. Heute ist das Problem umgekehrt, man fällt nicht mehr genügend, dass der Wald sich regenerieren und so seine Schutzfunktion erfüllen kann.

Vorkommen der Baumarten
Epicéa 70 %
Mélèze 18 %
Pin 6 %
Sapin 4 %
Arolle 1 %
Divers 1 %
Holznutzung

Heutzutage gehen 68 % des Nutzholzes in die Sägerei und werden zum Bau verwendet. Seit 1999 liefern wir kein Holz mehr in die Papierfabrik, da die zunehmende Nachfrage nach Brennholz die 32 % nutzt.

Die heutige Rolle des Waldes
Schutzfunktion

Seit jeher haben die Einwohner unserer Region begriffen, dass es unmöglich wäre hier zu leben ohne die Wälder, welche die Hänge unserer Täler bedecken. Der Wald schützt uns vor Lawinen und Steinschlag, aber vor allem vor Hochwasser und Erdrutsch. Tatsächlich hält der Wald den grössten Teil der Niederschläge durch Einsickern auf. Er speichert und filtert dieses Wasser, welches dann unsere Quellen und das Grundwasser speist (ein ausgewachsener Baum kann täglich bis 200 Liter Wasser zurückhalten).

Soziale Funktion

Ob für den Menschen, die Tier- oder Pflanzenwelt wird die soziale Rolle des Waldes immer wichtiger.
Der Mensch braucht den Wald als Erholungsraum. Um dem täglichen Stress zu entfliehen hat er hier zahlreiche Aktivitäten entwickelt : Pilze sammeln, Wanderwege, Vita-Parcours, Pick-nick, Schneeschuhlaufen, BMX, Jagd, Reiten, etc.

Der Wald ist ebenfalls ein unentbehrlicher Überlebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

  • 100 von 146 Vogelarten leben im Wald ;
  • 60 von 68 Säugetieren leben im Wald ;  
  • 341 von 1964 Pflanzenarten brauchen den Wald, um sich entfalten zu können.

Unsere bewaldeten Flächen tragen auch eine landschaftlich wichtige Rolle. Die Vielfalt der Baumarten und -farben haben unsere Landschaft gestaltet und werden von allen geschätzt.

 

Wie überall in der Welt, reinigt der Wald auch die Luft, da er CO2 absorbiert und Sauerstoff zurück gibt.

Produktive Funktion

Auch wenn heute diese Funktion nicht mehr Priorität hat, ist es wichtig den einzigen erneuerbaren Rohstoff der Schweiz hervorzuheben.

Ein wenig Geschichte
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